Kategorie-Archiv: Allgemein

Rollstuhlprojekt in der Radiogruppe

Die Radiogruppe der Phorms-Schule hat einen Schultag im Rollstuhl verbracht und darüber eine Radiosendung gemacht. UTE stellte die Rollstühle und einige Informationen zur Verfügung, ich begleitete den Tag. Erster Einstieg für die Schüler war ein Text von Raul Krauthausen: Das ein Tag im Rollstuhl-Problem. Raul setzt sich kritisch mit der Frage auseinander, was solche „Simulationen“ eigentlich bringen sollen.

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Nach einem Vorgespräch bekamen die Schüler Rollstühle und probierten diese aus. Hier geht es zur Sendung: Radio-Sendung „Route 66“

 

ROLLIWOOD 2019

Seit 2010 gibt es den Filmtag „ROLLIWOOD“. Unser Anliegen ist es, das Potential zu zeigen, was in unser aller Leben steckt – für UTE e.V. unter dem besonderen Blickwinkel „Behinderung“. Diese Möglichkeiten wollen wir feiern!

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Dieses Jahr beleuchten wir folgende Fragen:

  • warum Greta Thunberg insbesondere durch ihre Behinderung so klar und radikal agieren kann, wie sie es tut
  • wie sich ein gepimpter Rollstuhl am Strand macht
  • welche Spielgeräte sich Kinder mit Behinderung für einen Spielplatz wünschen
  • wie ein aus einer Gewichtheberscheibe geschweisster Rauchständer im Zentrum der ersten eigenen Wohnung stehen kann
  • welchen anderen Blick ein Journalist mit Behinderung auf die Welt hat
  • wie man mit dem Monoski so heftig „powdered“, dass der Kameramann ausflippt

Der Eintritt ist frei, im Anschluss gibt es Kaffee, Kuchen und Gespräche!

Rollstuhlsänfte in der Admiralitätstraße

Die Galerien in der Admiralitätstraße sind nicht barrierefrei erreichbar. Nach der „UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen“ (von Deutschland am 30.03.2007 unterzeichnet) ist das ein Zustand, der nicht befriedigt.

RollstuhlAls erster Schritt wurde exemplarisch versucht, mittels einer „Sänfte“ die Treppen zu überwinden. Aus der Sicht von rollstuhlfahrenden (und anderen) Menschen ist selbst das unbefriedigend, weil sie auf Hilfe angewiesen wären. In der Konvention wird eine autonome Teilhabe als Ziel gefordert: der Zugang sollte ohne Hilfe und ohne Barrieren möglich sein.

Antonia Reiff hat für das Kulturjournal auf NDR 90,3 am 1.2.2019 diesen Beitrag produziert:

 

Zur Konstruktion der Sänfte wurde ein Objekt des brasilianischen Künstlers Ricardo Basbaum verwendet, welches er für eine partizipative Nutzung zur Verfügung stellt – deshalb trug die Aktion den Namen

„Would you like to participate in an artistic experience?“                                                                     Hamburg-Gastspiel 2015-2019, Teil 2: “Rollstuhlsänfte”

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Eine Premiere im Abaton Kino

oder: Ist es möglich in einem nicht-barrierefreien Raum ohne Vorwürfe über Inklusion zu sprechen?

Ich besuchte die Hamburg-Premiere eines Films, in dem ein rollstuhlfahrender Schauspieler eine der beiden Hauptrollen spielt. Das Abaton-Kino ist nicht barrierefrei. Der Hauptdarsteller spielt einen jungen Mann mit Muskeldystrophie, einer Krankheit die fortschreitet und häufig zum Tode durch Aussetzen der Herz- oder Atemtätigkeit führt. Neben der Auseinandersetzung mit dem Tod geht es auch um die Darstellung eines Assistenz-Verhältnisses, das es dem Protagonisten ermöglicht möglichst autonom über sein Leben zu bestimmen.

180422 Abaton Eingang

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ROLLIWOOD 2018

Liebe Leute!
Herzliche Einladung zu ROLLIWOOD 2018 – dem 6. Filmtag zum Thema Behinderung
im Metropolis-Kino, Kleine Theaterstraße 10, nahe Gänsemarkt/Staatsoper

Samstag, 24.3.18, 15 Uhr

Zusätzlich zum Filmprogramm werden Gäste zu den Filmen vor die Leinwand treten.
Im Anschluss gibt es Kuchen von UTE.
Der Eintritt ist frei!
Diese Einladung darf gerne in euren Netzwerken verbreitet werden!

Das Programm:
„Die Kommissare – keiner ballert schneller“ Kino-Premiere des Films aus dem UTE-Ferienworkshop März 2017
„Schulprojekt UTE e.V:“ zeigt, wie wir Grundschüler mit Rollstühlen besuchen.
„Out of this world“ von Viktor Nordenskjöld. Viktor filmte für die UNO die Situation der ankommenden Flüchtlinge und entdeckte dabei Said und Hazim aus Syrien. Said ist auf den Rollstuhl angewiesen und Hazim hat ihn auf der Flucht getragen. Sie leben jetzt in Hamburg Altona.
„Skate ma anders“ ein WCMX-Workshop für rollstuhlfahrende Kinder im Skatepark Dortmund.
„Inklusives Judo“ beim Sportverein Alter Teichweg
„Videobotschaft“ von Steven Hawking an uns zurückgebliebene Erdbewohner.
„Veronika“ von Mark Michel, mittels unterstützter Kommunikation erzählt Veronika über ihr Leben.
„Freewheeling“ Sue Austin, Künstlerin, hat einen Unterwasserrollstuhl erfunden.

Informationen zur Barrierefreiheit:
Das Kino ist über Fahrstühle barrierefrei erreichbar.
Eine Warnung für Menschen mit Hör/Seh-Behinderung:
Fast alle Filme sind nicht untertitelt, nur ein Film läuft mit Audiodeskription, es wird nicht gebärdet.
Filme mit fremdsprachlichem Originaltext werden live auf deutsch eingesprochen.
Es gibt keine gesonderten Versionen in einfacher Sprache.
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Mit dem Rollstuhl auf die Eisbahn

Seit ein paar Tagen geistert durch meine fb-Freundschaftsgilde dieses Thema durch das Netz. Anlass war das (im Endeffekt zurückgenommene) Verbot der Nutzung eines rollstuhlfahrenden Familienvaters der Eisbahn gemeinsam mit seinen schlittschuhlaufenden Kindern.

Rollstuhl runter vom Eis

Es wurde in den Kommentaren der fb-Gemeinde deutlich, dass es derzeit offenbar im Ermessen des Betreibers/Verantwortlichen liegt, wie er/sie damit umgeht wenn ein Rollifahrer*in mit dem Rollstuhl das Eis benutzen möchte. Rollstuhlfahrer, die gerne aufs Eis wollen, sind also einer gewissen Willkür ausgesetzt. Glücklicherweise bekannte ein Betreiber mehrerer Eisbahnen, dass Rollis bei ihm wilkommen sind. Fernab einer Meinungsdiskussion geht es mir darum, sicherzustellen, dass eine Grundlage geschaffen wird, damit Rollifahrer mit anderen gemeinsam Eislaufen können.

So geht es auch!

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Glücklicherweise konnte ich meinen Freund K. unter der Dusche beim Frühschwimmen befragen, er ist im Rathaus tätig. Zu klären wäre: Weiterlesen

Einfache Sprache, zum ersten Mal

Eine Freundin von mir bekam einen Brief von der Deutschen Bahn. Dieser Brief war in einfacher Sprache geschrieben. Sie hat sich gewundert. Es war der erste Geschäftsbrief, den sie in einfacher Sprache bekommen hat. Sie hat den Brief fotografiert und dazu geschrieben: „die deutsche bahn schreibt in einfacher sprache!“ Ich wusste nicht, ob sie sich über einfache Sprache lustig gemacht hat. Ich habe sie danach gefragt. Sie antwortete, dass sie gemerkt hat, dass es gut ist. Einfache Sprache können alle Menschen verstehen. Sie hat ein Foto von dem Brief gemacht und es auf facebook gepostet.

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UTE im Zwiespalt – Elbstrand für Rollstuhlfahrer ist doch gut!

Der Elbstrand ist derzeit für Menschen im Rollstuhl nicht autonom besuchbar. Bei einer Umgestaltung sollte das geändert werden. Zwei Initiativen kümmern sich derzeit um die Zukunft des Elbstrandes. Die einen wollen alles so lassen wie es ist, die anderen einen barrierefreien (Rad-) Weg für alle. Um Rollstuhlfahrer scheint es ihnen nicht zu gehen, das naheliegende Argument „Inklusion“ wird nicht benutzt, obwohl der propagierte Weg „barrierefrei“ sein soll. Auf den Publikationen tauchen Rollstuhl-Hinweise nicht auf.

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Tag der Menschen mit Behinderung – Besser als nichts

Der 2. Dezember ist der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung. Die gesamte tageszeitung (taz) wurde von ihnen gestaltet, toll das eine Zeitung das so ernst nimmt, es gibt ein  making of taz mit Behinderung. Im Abendblatt lese ich “ Mehr Geld und Selbstbestimmung für Behinderte“, es wird über das Bundesteilhabegesetz berichtet. Bisher durften Menschen mit Behinderung, die auf Assistenz angewiesen sind, nur 2600 € besitzen, alles weitere wurde ihnen zur FInanzierung der durch die Behinderung notwendigen Hilfeleistungen abgenommen. Diese Grenze wird angehoben, schrittweise auf 50.000 €. Was würden Menschen mit Krankheiten, die teure Operationen oder Medikationen nach sich ziehen, dazu sagen, wenn sie nur bis zu einer gewissen Summe Vermögen aufbauen dürften?

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Filmtag ROLLIWOOD goes Up and Down

Sonntag, 13.09.2015          15:00 Uhr – 18:30 Uhr
im Kino Metropolis, Kleine Theaterstraße 10, 20354 Hamburg

WCMX Worldchampionship 2015Zum vierten Mal veranstaltet UTE e.V. (Verein für den engagierten Umgang mit Behinderung) den Kurzfilm-Tag ROLLIWOOD im Metropolis. Der Nachmittag besteht dieses Jahr aus zwei ca. einstündigen Programmen. Im ersten Teil steht der Rollstuhl und seine (un)sachgemäße Benutzung im Mittelpunkt. Im zweiten Teil schlagen wir die Brücke zum Downsyndrom. Seit Jahren spielen und filmen in UTE-Workshops viele Kinder und Jugendliche mit Down-Syndrom mit. So gibt es in diesem Jahr erstmalig einen eigenen Programmblock.

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