Archiv für den Monat: September 2017

Einfache Sprache, zum ersten Mal

Eine Freundin von mir bekam einen Brief von der Deutschen Bahn. Dieser Brief war in einfacher Sprache geschrieben. Sie hat sich gewundert. Es war der erste Geschäftsbrief, den sie in einfacher Sprache bekommen hat. Sie hat den Brief fotografiert und dazu geschrieben: „die deutsche bahn schreibt in einfacher sprache!“ Ich wusste nicht, ob sie sich über einfache Sprache lustig gemacht hat. Ich habe sie danach gefragt. Sie antwortete, dass sie gemerkt hat, dass es gut ist. Einfache Sprache können alle Menschen verstehen. Sie hat ein Foto von dem Brief gemacht und es auf facebook gepostet.

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Das bedeutet, dass viele Menschen das dort lesen können. Ich habe es auch gelesen und ein schlechtes Gewissen bekommen. Die Website vom UTE Verein ist bisher nicht in einfacher Sprache geschrieben. Dieser Verein arbeitet dafür, dass alle Menschen gleichberechtigt am Leben teilnehmen können. Das nennt man Inklusion. Einfache Sprache hilft dabei. Ich habe versucht diesen Text in einfacher Sprache zu schreiben. Andere Texte auf dieser Website sind schwer zu verstehen. Vielleicht muss ich alle Texte in einfache Sprache übersetzen. Uff. Das ist viel Arbeit!

UTE im Zwiespalt – Elbstrand für Rollstuhlfahrer ist doch gut!

Der Elbstrand ist derzeit für Menschen im Rollstuhl nicht autonom besuchbar. Bei einer Umgestaltung sollte das geändert werden. Zwei Initiativen kümmern sich derzeit um die Zukunft des Elbstrandes. Die einen wollen alles so lassen wie es ist, die anderen einen barrierefreien (Rad-) Weg für alle. Um Rollstuhlfahrer scheint es ihnen nicht zu gehen, das naheliegende Argument „Inklusion“ wird nicht benutzt, obwohl der propagierte Weg „barrierefrei“ sein soll. Auf den Publikationen tauchen Rollstuhl-Hinweise nicht auf.

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UTE ist für eine dritte Version der Strandüberarbeitung: ausgehend von Övelgönne soll der erste Strandabschnitt bis zu Strandperle/Strandkiosk barrierefrei gestaltet werden, ebenso der Zugang zu beiden Lokalen. Dahinter bleibt alles beim alten. Das Risiko eine Menge Radfahrer auf den Strand zu „locken“ und dort das Experiment „shared spaces“ mit den anderen Besuchern zu wagen ist UTE zu groß.

UTE interessiert, wie die „Community der Menschen mit Behinderung“ dieses Thema sieht.

Was mich ärgert ist die Nutzung von Bildern. Beide versuchen mit unrealistischen Darstellungen Stimmung zu machen, sollte der Weg gebaut werden – keines der Bilder entspräche der Realität: Die einen verlegen den Weg in die perspektivische Ferne, bildbestimmend sind 2 fröhliche Kinder. Die anderen legen den Weg mittig im Bild auf eine Menschenmenge, die dadurch entfärbt wird.