Eine Premiere im Abaton Kino

oder: Ist es möglich in einem nicht-barrierefreien Raum ohne Vorwürfe über Inklusion zu sprechen?

Ich besuchte die Hamburg-Premiere eines Films, in dem ein rollstuhlfahrender Schauspieler eine der beiden Hauptrollen spielt. Das Abaton-Kino ist nicht barrierefrei. Der Hauptdarsteller spielt einen jungen Mann mit Muskeldystrophie, einer Krankheit die fortschreitet und häufig zum Tode durch Aussetzen der Herz- oder Atemtätigkeit führt. Neben der Auseinandersetzung mit dem Tod geht es auch um die Darstellung eines Assistenz-Verhältnisses, das es dem Protagonisten ermöglicht möglichst autonom über sein Leben zu bestimmen.

180422 Abaton Eingang

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ROLLIWOOD 2018

Liebe Leute!
Herzliche Einladung zu ROLLIWOOD 2018 – dem 6. Filmtag zum Thema Behinderung
im Metropolis-Kino, Kleine Theaterstraße 10, nahe Gänsemarkt/Staatsoper

Samstag, 24.3.18, 15 Uhr

Zusätzlich zum Filmprogramm werden Gäste zu den Filmen vor die Leinwand treten.
Im Anschluss gibt es Kuchen von UTE.
Der Eintritt ist frei!
Diese Einladung darf gerne in euren Netzwerken verbreitet werden!

Das Programm:
„Die Kommissare – keiner ballert schneller“ Kino-Premiere des Films aus dem UTE-Ferienworkshop März 2017
„Schulprojekt UTE e.V:“ zeigt, wie wir Grundschüler mit Rollstühlen besuchen.
„Out of this world“ von Viktor Nordenskjöld. Viktor filmte für die UNO die Situation der ankommenden Flüchtlinge und entdeckte dabei Said und Hazim aus Syrien. Said ist auf den Rollstuhl angewiesen und Hazim hat ihn auf der Flucht getragen. Sie leben jetzt in Hamburg Altona.
„Skate ma anders“ ein WCMX-Workshop für rollstuhlfahrende Kinder im Skatepark Dortmund.
„Inklusives Judo“ beim Sportverein Alter Teichweg
„Videobotschaft“ von Steven Hawking an uns zurückgebliebene Erdbewohner.
„Veronika“ von Mark Michel, mittels unterstützter Kommunikation erzählt Veronika über ihr Leben.
„Freewheeling“ Sue Austin, Künstlerin, hat einen Unterwasserrollstuhl erfunden.

Informationen zur Barrierefreiheit:
Das Kino ist über Fahrstühle barrierefrei erreichbar.
Eine Warnung für Menschen mit Hör/Seh-Behinderung:
Fast alle Filme sind nicht untertitelt, nur ein Film läuft mit Audiodeskription, es wird nicht gebärdet.
Filme mit fremdsprachlichem Originaltext werden live auf deutsch eingesprochen.
Es gibt keine gesonderten Versionen in einfacher Sprache.
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Mit dem Rollstuhl auf die Eisbahn

Seit ein paar Tagen geistert durch meine fb-Freundschaftsgilde dieses Thema durch das Netz. Anlass war das (im Endeffekt zurückgenommene) Verbot der Nutzung eines rollstuhlfahrenden Familienvaters der Eisbahn gemeinsam mit seinen schlittschuhlaufenden Kindern.

Rollstuhl runter vom Eis

Es wurde in den Kommentaren der fb-Gemeinde deutlich, dass es derzeit offenbar im Ermessen des Betreibers/Verantwortlichen liegt, wie er/sie damit umgeht wenn ein Rollifahrer*in mit dem Rollstuhl das Eis benutzen möchte. Rollstuhlfahrer, die gerne aufs Eis wollen, sind also einer gewissen Willkür ausgesetzt. Glücklicherweise bekannte ein Betreiber mehrerer Eisbahnen, dass Rollis bei ihm wilkommen sind. Fernab einer Meinungsdiskussion geht es mir darum, sicherzustellen, dass eine Grundlage geschaffen wird, damit Rollifahrer mit anderen gemeinsam Eislaufen können.

So geht es auch!

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Glücklicherweise konnte ich meinen Freund K. unter der Dusche beim Frühschwimmen befragen, er ist im Rathaus tätig. Zu klären wäre: Weiterlesen

Einfache Sprache, zum ersten Mal

Eine Freundin von mir bekam einen Brief von der Deutschen Bahn. Dieser Brief war in einfacher Sprache geschrieben. Sie hat sich gewundert. Es war der erste Geschäftsbrief, den sie in einfacher Sprache bekommen hat. Sie hat den Brief fotografiert und dazu geschrieben: „die deutsche bahn schreibt in einfacher sprache!“ Ich wusste nicht, ob sie sich über einfache Sprache lustig gemacht hat. Ich habe sie danach gefragt. Sie antwortete, dass sie gemerkt hat, dass es gut ist. Einfache Sprache können alle Menschen verstehen. Sie hat ein Foto von dem Brief gemacht und es auf facebook gepostet.

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UTE im Zwiespalt – Elbstrand für Rollstuhlfahrer ist doch gut!

Der Elbstrand ist derzeit für Menschen im Rollstuhl nicht autonom besuchbar. Bei einer Umgestaltung sollte das geändert werden. Zwei Initiativen kümmern sich derzeit um die Zukunft des Elbstrandes. Die einen wollen alles so lassen wie es ist, die anderen einen barrierefreien (Rad-) Weg für alle. Um Rollstuhlfahrer scheint es ihnen nicht zu gehen, das naheliegende Argument „Inklusion“ wird nicht benutzt, obwohl der propagierte Weg „barrierefrei“ sein soll. Auf den Publikationen tauchen Rollstuhl-Hinweise nicht auf.

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ROLLIWOOD 2017

Am Samstag, 18.2.17 von 16 bis 19 Uhr im Metropolis-Kino, Kleine Theaterstraße 10, neben der Staatsoper. Der Eintritt ist frei, wir freuen uns trotzdem über Spenden, noch mehr aber über Gäste! Zum 5ten Mal lädt UTE zu einem Filmprogramm mit dem Themenschwerpunkt „Behinderung“.

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Still aus „Das wir auf jeden Fall ein schöner Tag!“

UTE und Consorten

Den ersten Filmblock eröffnet ein Video von Chrisdian Wittenburg in dem Ute Lorenz, die Namenspatronin von UTE e.V. zum ersten Mal auf einem Filmtag zu sehen sein wird. Außerdem gibt es die Filme „Die schwarze Katze“ und „Das wird auf jeden Fall ein schöner Tag“ aus unseren Filmworkshops. Von den „Consorten“ kommt ein USA-Reisebericht der Chairskater David Lebuser/Lisa Schmidt (Sit’n Skate) und Francisco (Toni) Hömpler zeigt einen Zusammenschnitt seiner sportlichen Aktivitäten. Lisa, David, Toni und Teilnehmer der Workshops werden anwesend sein.

Wheelchairs are awesome

Im zweiten Filmblock wird als Hamburg-Premiere „Out of this world“ des schwedischen Regisseurs Viktor Nordenskiöld zu sehen sein. Er hat den Syrier Said nach seiner Ankunft mit dem Schlauchboot in Griechenland filmisch begleitet. Said lebt heute in Hamburg und fährt einen Rollstuhl. Er und der Regisseur werden anwesend sein. Außerdem zeigen wir den Aktion-Mensch-Kampagnen-Film „Neue Nähe“, in dem Kinder technische Hilfsmittel für behinderte Menschen kennenlernen und einen Ausschnitt eines Films über die kongolesische Band „Staff Benda Bilili“. Den Abschluss bildet der für diesen Filmblock namensgebende Film  “ Wheelchairs are awesome“.

Bis zum 18.2.17!
Chrisdian Wittenburg
Vorsitzender UTE e.V.

Mit freundlicher Unterstützung der Aktion Mensch, DANKE!!!

Schulbesuch Altengamme Deich

Am Montag besuchte ich die 4te Klasse der Grundschule „Altengamme Deich“. Die Kinder begeistern mich immer wieder aufs Neue durch ihre Offenheit und Neugierde. Besonders gefallen hat mir jedoch, dass wir im Rahmen des Religionsunterrichtes die Dorfkirche besuchten, die nur 200 m entfernt vom Schulgelände liegt.

Hier gibt es den Kirchengästen zugeordnete SItzkissen, einige Kinder konnten sagen, wo der Sitzplatz ihrer Familie ist.

Kirchenkissen

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Tag der Menschen mit Behinderung – Besser als nichts

Der 2. Dezember ist der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung. Die gesamte tageszeitung (taz) wurde von ihnen gestaltet, toll das eine Zeitung das so ernst nimmt, es gibt ein  making of taz mit Behinderung. Im Abendblatt lese ich “ Mehr Geld und Selbstbestimmung für Behinderte“, es wird über das Bundesteilhabegesetz berichtet. Bisher durften Menschen mit Behinderung, die auf Assistenz angewiesen sind, nur 2600 € besitzen, alles weitere wurde ihnen zur FInanzierung der durch die Behinderung notwendigen Hilfeleistungen abgenommen. Diese Grenze wird angehoben, schrittweise auf 50.000 €. Was würden Menschen mit Krankheiten, die teure Operationen oder Medikationen nach sich ziehen, dazu sagen, wenn sie nur bis zu einer gewissen Summe Vermögen aufbauen dürften?

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Mit Rollstühlen in die Ferne

Vermittelt durch engagierte Eltern besuchte ich mit dem Rollstuhl-Projekt die Privatschule „Spascher Sand“ in Wildeshausen. Damit sich der Besuch lohnt, ging ich in auch in alle Parallelklassen von Louisa, die diese Schule im Rolli besucht. Wir konnten entdecken, dass Kieswege für Rollstuhlfahrer sehr mühsam sind und dass Kinder, egal ob an privaten oder staatlichen Schulen, dem Thema Behinderung gegenüber eine große Offenheit besitzen. Nebenbei entstand auch noch ein Zeitungsartikel. Der Name UTE e.V. fällt dort nicht – aus Angst, diese weite Fahrt (ich reiste am Vortag an und schlief bei den Eltern von Louisa) häufiger machen zu müssen habe ich keine Flyer verteilt, die die Verbindung zu UTE herstellen…

Wildeshausener Zeitung-Spascher Sand